Vogelart - Buchfink
Buchfink (Fringilla coelebs)


Aussehen
Der Buchfink erreicht eine Körperlänge von etwa 14 bis 18 Zentimetern und beim Gewicht liegen typische Werte zwischen etwa 18 und 25 Gramm. Männchen tragen ein buntes Gefieder: die Brust und die Wangen sind rötlich bis rostfarben, der Kopf- bzw. Stirnbereich blaugrau (in der Paarungszeit ausgeprägter).
Weibchen sind insgesamt unauffälliger gefärbt, meist grau-braun mit weniger Kontrasten. Beide Geschlechter zeigen aber weiße Flügelbinden und weiße Außen-Schwanzfedern, die als typische Merkmale gelten.
Nahrung
Die Ernährung des Buchfinks variiert je nach Jahreszeit: Im Frühling und Sommer steht überwiegend tierische Kost wie Insekten, Spinnen oder Larven auf dem Speiseplan, besonders zur Aufzucht der Jungvögel. Im Herbst und Winter dominieren Samen, Sämereien und Beeren.
Die Nahrung wird häufig auf dem Boden gesucht, besonders an Stellen mit wenig Vegetation, und mit rhythmischen, schnellen Pickbewegungen aufgenommen.
Lebensraum
Nestbau
Die Brutzeit beginnt meist im Frühjahr (ca. April / Mai). Buchfinken bauen halbkugelförmige Nester aus Moos, Flechten, Rindenfasern, Tierhaaren und Wurzeln, häufig in Astgabeln von Bäumen oder Büschen, in Hecken oder Sträuchern.
Das Weibchen übernimmt den eigentlichen Nestbau. Pro Gelege werden typischerweise vier bis sechs Eier gelegt, die Brutdauer beträgt etwa 12 bis 15 Tage; nach dem Schlüpfen bleiben die Jungen rund zwei Wochen im Nest, danach werden sie weiterhin gefüttert. Oft werden ein bis zwei Bruten pro Jahr durchgeführt, abhängig von Region und Klima


Verbreitung
Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile Europas, Nordafrikas und Westasiens. In Mitteleuropa ist der Buchfink meist ganzjährig heimisch, in den nördlichen oder östlichen Teilen zieht er im Winter in mildere Regionen ab.
Teilpopulationen überqueren Gebiete wie die Mittelmeerküsten, Bergpässe oder Flusstäler bei der Zugbewegung. Er kommt von der Küste bis in Höhenlagen nahe der Baumgrenze vor.
Bestand
Der Bestand des Buchfinks ist sehr robust. In Deutschland werden mehrere Millionen Brutpaare gezählt (z. B. zwischen 7,5 und 9,1 Millionen). In ganz Europa liegen die Zahlen noch weit höher.
Die Art gilt als „nicht gefährdet“ auf der Roten Liste. Regional können jedoch Rückgänge auftreten, insbesondere durch Lebensraumverlust oder Klimafaktoren.
