Vogelart - Erlenzeisig
Erlenzeisig (Spinus spinus)


Aussehen
Der Erlenzeisig wird etwa 11 bis 12 cm groß und wiegt rund 12 bis 15 Gramm. Das Männchen besitzt ein auffälliges schwarz-gelb-grünes Gefieder mit schwarzer Stirn und Kinnfleck. Weibchen sind graugrüner und stärker gestrichelt. Beide Geschlechter haben gelbe Flügelbinden und einen gegabelten Schwanz.
Nahrung
Die Nahrung besteht überwiegend aus Samen von Erlen, Birken und Nadelbäumen. Zusätzlich frisst der Erlenzeisig Knospen, kleine Nüsse und gelegentlich Insekten. Im Winter besucht er auch Futterstellen in Gärten.
Lebensraum
Während der Brutzeit lebt der Erlenzeisig hauptsächlich in Nadel- und Mischwäldern mit vielen Fichten. Im Winter zieht er durch offene Landschaften, Parks, Gärten und Waldränder auf der Suche nach Nahrung.
Nestbau
Das Nest wird meist hoch in Fichten gebaut und besteht aus Moos, Gras und feinen Pflanzenmaterialien. Das Weibchen legt gewöhnlich drei bis fünf Eier. Die Jungvögel werden vor allem mit Blattläusen und Raupen gefüttert.


Verbreitung
Der Erlenzeisig ist in großen Teilen Europas sowie in Nord- und Ostasien verbreitet. In Mittel- und Westeuropa lebt er vielerorts ganzjährig, während nördliche Populationen im Winter nach Süden ziehen.
Bestand
Die Art gilt derzeit als nicht gefährdet. In Deutschland wird der Bestand auf mehrere zehntausend Brutpaare geschätzt. Die Bestände schwanken jedoch je nach Nahrungsangebot und Winterbedingungen.
Feinde
Zu den natürlichen Feinden gehören Greifvögel, Katzen und andere kleine Beutegreifer. Eier und Jungvögel sind besonders während der Brutzeit gefährdet. Harte Winter können ebenfalls hohe Verluste verursachen.
Besonderheiten:
Der Erlenzeisig ist sehr geschickt beim Klettern und hängt oft akrobatisch an dünnen Zweigen oder Zapfen. Wegen seines lebhaften Wesens und der Schwarmbildung wird er häufig schon aus der Entfernung bemerkt.
