Vogelart - Kiebitz

Kiebitz (Vanellus vanellus)

Blaukehlchen (Luscinia svecica) - Foto: © www.birdphoto.nlBlaukehlchen (Luscinia svecica) - Foto: © www.birdphoto.nl
Kiebitz (Vanellus vanellus) - Foto: © www.birdphoto.nlKiebitz (Vanellus vanellus) - Foto: © www.birdphoto.nl

Der Kiebitz (Vanellus vanellus) ist ein mittelgroßer Watvogel aus der Familie der Regenpfeifer und in weiten Teilen Eurasiens verbreitet. Er lebt vor allem in offenen Landschaften und ist bekannt für seine auffälligen Balzflüge, bei denen er akrobatische Flugmanöver zeigt.

Sein Gesang besteht aus charakteristischen, klagenden Rufen wie „kie-wit“, denen er auch seinen Namen verdankt. Weitere Laute wie „chä-chuit“ oder schnelle Rufreihen sind typisch und besonders während der Brutzeit häufig zu hören.

Vogel des Jahres:
Der Kiebitz war im Jahr 2024 "Vogel des Jahres" in Deutschland.

Aussehen

Der Kiebitz ist etwa 28 bis 31 cm groß und leicht an seinem auffälligen Aussehen zu erkennen. Er besitzt ein schwarz-weißes Gefieder mit metallisch grün schimmernder Oberseite, eine schwarze Brust und einen weißen Bauch. Besonders markant ist die lange, nach hinten gerichtete Federhaube am Kopf.

Nahrung

Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten, deren Larven, Würmern und anderen Wirbellosen. Ergänzend frisst er auch Samen oder pflanzliche Bestandteile.

Lebensraum

Als Lebensraum bevorzugt der Kiebitz offene, flache Landschaften mit wenig Vegetation, wie Feuchtwiesen, Weiden, Moore oder Ackerflächen. Besonders wichtig sind feuchte Böden, in denen er Nahrung findet.

Nestbau

Der Kiebitz ist ein Bodenbrüter und legt seine Eier in eine einfache Mulde am Boden, oft auf Wiesen oder Feldern. Häufig brüten mehrere Paare in lockeren Kolonien.
Blaukehlchen (Luscinia svecica) - Foto: © www.birdphoto.nlBlaukehlchen (Luscinia svecica) - Foto: © www.birdphoto.nl

Verbreitung

Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Europa und große Teile Asiens. Viele Populationen sind Zugvögel, die im Winter in wärmere Regionen ausweichen, während einige Tiere in milden Gebieten bleiben.

Bestand

Der Bestand des Kiebitzes ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Die Art gilt weltweit als gefährdet und steht auf der Roten Liste. Hauptursachen sind intensive Landwirtschaft, Entwässerung und der Verlust geeigneter Brutlebensräume.

Besonderheiten:

Eine Besonderheit des Kiebitzes sind seine spektakulären Balzflüge, die auch als „Gaukeln“ bezeichnet werden. Zudem tritt er außerhalb der Brutzeit häufig in großen Schwärmen auf und ist durch seine auffällige Stimme und Flugweise leicht zu erkennen.
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