Vogelart - Steinkauz
Steinkauz (Athene noctua)


Aussehen
Der Steinkauz ist etwa 22 cm groß und besitzt ein braun geflecktes Gefieder mit heller Unterseite. Auffällig sind seine gelben Augen und eine helle Zeichnung im Nacken. Sein gedrungener Körper und die relativ langen Beine unterscheiden ihn von anderen Eulen.
Nahrung
Er ernährt sich sehr vielseitig: Zu seiner Nahrung gehören vor allem kleine Säugetiere wie Mäuse, aber auch Insekten, Regenwürmer, Vögel, Amphibien und Reptilien.
Lebensraum
Als Lebensraum bevorzugt er offene Kulturlandschaften mit kurzer Vegetation, etwa Wiesen, Weiden oder Streuobstwiesen. Wichtig sind Sitzwarten sowie Höhlen oder Nischen als Brutplätze.
Nestbau
Der Steinkauz brütet in Baumhöhlen, Mauernischen oder auch in Gebäuden. Er baut kein aufwendiges Nest, sondern nutzt vorhandene Strukturen. Das Gelege umfasst meist drei bis fünf Eier.


Verbreitung
Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über große Teile Eurasiens und Nordafrikas. In Mitteleuropa kommt er vor allem in geeigneten offenen Landschaften vor.
Bestand
Der Bestand ist weltweit nicht stark gefährdet, jedoch ist der Steinkauz in Teilen Europas, insbesondere in Deutschland, deutlich zurückgegangen und regional gefährdet. Hauptursachen sind Lebensraumverlust und fehlende Brutplätze.
Besonderheiten:
Eine Besonderheit des Steinkauzes ist seine kulturelle Bedeutung: Bereits im antiken Griechenland galt er als Symbol der Weisheit und war der Göttin Athene zugeordnet. Zudem ist er häufig auch tagsüber aktiv und jagt oft am Boden.
