Vogelart - Wendehals

Wendehals (Jynx torquilla)

Blaukehlchen (Luscinia svecica) - Foto: © www.birdphoto.nlBlaukehlchen (Luscinia svecica) - Foto: © www.birdphoto.nl
Wendehals (Jynx torquilla) - Foto: © www.birdphoto.nlWendehals (Jynx torquilla) - Foto: © www.birdphoto.nl

Der Wendehals (Jynx torquilla) ist ein kleiner Vogel aus der Familie der Spechte, unterscheidet sich jedoch deutlich in Verhalten und Aussehen von typischen Spechten. Er ist in Europa, Asien und Teilen Nordafrikas verbreitet und zählt zu den Zugvögeln, die den Winter in wärmeren Regionen verbringen.

Sein Gesang besteht aus schnell gereihten, ansteigenden Rufen wie „gäh“ oder „kje“, die während der Brutzeit oft laut und auffällig vorgetragen werden.

Vogel des Jahres:
Der Wendehals war im Jahr 1988 "Vogel des Jahres" in Deutschland.

Aussehen

Der Wendehals ist etwa 16 - 17 cm groß und besitzt ein sehr gut getarntes, graubraunes, rindenähnliches Gefieder. Er erinnert eher an einen kleinen Singvogel als an einen Specht. Auffällig ist sein langer Schwanz und sein beweglicher Hals, dem er auch seinen Namen verdankt.

Nahrung

Seine Nahrung besteht überwiegend aus Ameisen und deren Larven und Puppen, die er mit seiner langen, klebrigen Zunge aufnimmt. Nur selten frisst er andere Insekten oder Beeren.

Lebensraum

Als Lebensraum bevorzugt er offene und halboffene Landschaften wie Wiesen, Streuobstwiesen, Parks oder lichte Wälder mit einzelnen Bäumen. Dichte Wälder oder völlig baumlose Gebiete meidet er.

Nestbau

Der Wendehals ist ein Höhlenbrüter, baut jedoch keine eigenen Höhlen, sondern nutzt vorhandene Baumhöhlen oder Nischen.
Blaukehlchen (Luscinia svecica) - Foto: © www.birdphoto.nlBlaukehlchen (Luscinia svecica) - Foto: © www.birdphoto.nl

Verbreitung

Sein Verbreitungsgebiet reicht von Westeuropa und Nordafrika bis weit nach Asien.

Bestand

Der Gesamtbestand gilt weltweit als nicht gefährdet, jedoch ist die Art in Europa seit langer Zeit rückläufig und in manchen Regionen selten geworden.

Besonderheiten:

Eine Besonderheit des Wendehalses ist sein Verhalten bei Gefahr: Er dreht und windet seinen Kopf schlangenartig und stößt zischende Laute aus, um Feinde abzuschrecken. Dieses Verhalten nennt man Schlangenmimikry.
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